Stoffwechsel
Jedes Lebewesen verbraucht ständig Energie – für seinen Körper, seine Sinne und jede Bewegung. Wer nicht genug frisst, verhungert.
Künstliches Leben im Browser
Mikrokosmos simuliert Leben nach vier einfachen Regeln: fressen, sich fortpflanzen, sterben, sich verändern. Neue Arten, Räuber, giftige Pflanzen und Anpassung an Kälte sind nicht vorgegeben – sie entstehen aus diesen Regeln.
Live: die Welt erwacht …
Die Grundlage
Jedes Lebewesen verbraucht ständig Energie – für seinen Körper, seine Sinne und jede Bewegung. Wer nicht genug frisst, verhungert.
Nachwuchs entsteht nur aus zwei Eltern. Weibchen investieren mehr und wählen das kräftigste Männchen, Männchen suchen aktiv nach Partnerinnen.
Jedes Leben endet – durch Alter, Hunger oder einen Räuber. Der Körper wird zu Abfall und kehrt in den Kreislauf zurück.
Kinder erben eine Mischung der Gene ihrer Eltern, mit kleinen zufälligen Abweichungen. Was besser überlebt, setzt sich durch.
Emergenz
Nichts davon ist als Ablauf programmiert. Es passiert, weil Lebewesen fressen, sich paaren und sterben – und dabei Gene weitergeben.
Weichen Nachkommen genetisch zu weit ab, beginnt eine neue Art. Der Stammbaum zeigt live, welche Linien sich verzweigen und welche aussterben.
Pflanzen werden giftig, Fresser entwickeln Resistenz. Sobald das Gift nichts mehr nützt, bauen die Pflanzen es wieder ab – denn Gift kostet.
Viele Pflanzenfresser bedeuten viel Futter für Räuber – bis zu viele Räuber die Beute knapp machen. Die Bestände schwingen gegeneinander.
Kalte und warme Zonen, fruchtbare und karge Böden, Sommer und Winter. Arten werden zu Spezialisten für ihre Nische oder zu Generalisten.
Selten springt ein Nachkomme in der Ernährung um. Findet er Partner, kann daraus eine ganz neue Räuberlinie hervorgehen.
Ohne Zersetzer bliebe alles als Abfall liegen. Sie bestimmen, wie schnell Nährstoffe in den Boden zurückkehren – und damit, wie viel Leben möglich ist.
Das Ökosystem
Die Welt enthält eine feste Menge Bausteine – es kommt nichts hinzu, und nichts geht verloren. Pflanzen binden sie mit Sonnenlicht zu Biomasse. Pflanzenfresser fressen Pflanzen, Räuber fressen Pflanzenfresser. Was stirbt oder ausgeschieden wird, zerlegen Zersetzer wieder in freie Bausteine.
Die Energie dagegen kennt nur eine Richtung: Sie kommt als Licht herein und verlässt die Welt als Wärme. Deshalb gilt wie in der Natur: wenig Sonne, wenig Pflanzen, wenig Tiere.
Setze Tiere, Pflanzen oder Zersetzer per Klick aus, dreh an der Sonne, verstärke Jahreszeiten oder Mutationen – und sieh zu, wie das Leben reagiert. Jedes Lebewesen lässt sich anklicken, mit all seinen Genen.
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Gut zu wissen
Im Kern ja: Lebewesen vererben ihre Gene mit kleinen zufälligen Abweichungen, und die Umwelt entscheidet, wer überlebt und sich fortpflanzt. Vereinfacht ist das Erbgut – jedes Tier hat rund zehn Gene wie Größe, Tempo, Sinne oder Wunschtemperatur. Wie ein Tier frisst, flieht oder einen Partner sucht, ist fest vorgegeben; seine Eigenschaften dagegen entwickeln sich frei.
Die ersten neuen Arten entstehen oft schon nach wenigen Minuten. Räuber-Beute-Zyklen, das Wettrüsten mit Gift oder die Anpassung an Klimazonen brauchen länger. Mit dem Tempo-Regler lässt sich die Zeit bis auf das Zwanzigfache beschleunigen.
Ein Zeitschritt der Simulation. In jedem Tick bewegt sich jedes Lebewesen einmal, frisst, verbraucht Energie und altert. Bei normalem Tempo sind es je nach Bildschirm etwa 120 bis 240 Ticks pro Sekunde.
Weil es auch in der Natur passiert: Fressen Räuber zu viel oder wird das Futter knapp, kann ein Bestand zusammenbrechen. Über die Urzeugung entsteht danach neues, einfaches Leben. Wer ein endgültiges Aussterben beobachten will, kann sie in der Simulation abschalten.
Ja, alles läuft direkt im Browser, ohne Installation. Für die Simulation mit ihren vielen Reglern und dem Stammbaum ist ein größerer Bildschirm aber angenehmer.
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